Welcher Figurtyp bist du? Der Selbsttest für Frauen mit Stylingtipps für alle Formen
Schönheit kennt viele Gesichter und Formen. Das gilt auch und besonders für die weibliche Linie. Unabhängig davon, ob eine Frau androgyn ist oder eine sehr feminine Figur hat, es kommt immer auf die individuelle Erscheinung an. Jeder Figurtyp hat seine eigenen Merkmale und Vorzüge, die richtig in Szene gesetzt, einfach umwerfend aussehen. Wer sich selbst einschätzen kann, kann gezielt Highlights setzen, Balance schaffen und den eigenen Stil zu 100 Prozent leben. Mit einfachen Mitteln kannst du aus kleinen Pölsterchen atemberaubende Kurven zaubern oder mit einer geraden Silhouette ein modisches Statement setzen.

Von A–O – die fünf klassischen Figurtypen in der Mode
Kurviger A-Typ, sportlicher V-Typ, gerader H-Typ, femininer X-Typ oder kräftiger O-Typ? Schon einmal davon gehört? Diese fünf Figurtypen benennen die jeweiligen Körperproportionen einer Frau. Dabei liegt der Fokus aus der Verteilung des Gewichts, der Körpersilhouette und dem visuellen Schwerpunkt. Die genannte Einteilung will niemanden in Schubladen stecken, sondern, ganz im Gegenteil, Räume schaffen für gelungenes Styling. Du kannst sie wie eine Hilfestellung für ideales Styling mit passenden Längen, Materialien und Schnitten verstehen. Es geht, wie immer in der Mode, darum, Ausgewogenheit und Balance in die Silhouette zu bringen. Denn eines ist sicher, jede Figur kann sich, – völlig unabhängig von ihrer Konfektionsgröße mit den passenden Tipps von ihrer besten Seite zeigen und ihre individuelle Schönheit betonen. Gewusst wie! Lerne jetzt deinen Figurtyp kennen und finde heraus, welche Schnitte und Formen dir gutstehen.
► Figurtyp A – die Birnenfigur / das Dreieck
Die sog. Birnenfigur zeichnet sich durch breite Hüften mit einem kräftigen Becken, einem vollen Po und ausgeprägten Oberschenkeln aus. Im Verhältnis dazu ist der Oberkörper wesentlich zierlicher. Optisch leicht erkennbar: Denn die Schultern sind schmäler als die Hüften, die Brust ist klein, die Taille ist ausgeprägt. Häufig trägt der A-Typ am Oberkörper eine kleinere Konfektionsgröße als bei Hosen. Lebendes Beispiel: Jennifer Lopez.
Stylingimpulse:
- » Betone den schlanken Oberkörper, um die Proportionen ausgleichen
- » Wähle dazu Oberteile mit ‚Volumen‘ durch Zierdetails wie Rüschen, Volants, Puffärmel oder einen auffälligen Kragen
- » Setze im Outfit Farben bewusst ein: helle Töne für oben, dunkle Töne für unten
- » Kaschiere die Hüften mit dunklen Pieces
- » Entscheide dich für ausgestellte Röcke oder Bootcut-Hosen
- » Lieber nicht: Verzichte auf enge Röcke ohne optischen Ausgleich und Pieces, welche die Hüften stark betonen
► Figurtyp V – die Apfelfigur / das umgekehrte Dreieck
Die sog. Apfelfigur ist der Gegenentwurf zur Birnenfigur, Frauen dieses Figurtyps wirken häufig sportlich-zierlich. Der Oberkörper ist kräftiger als der Unterkörper, die Schultern sind häufig etwas breiter als die Hüften. Deshalb tragen sog. ‚Athletinnen‘ wie Charlene von Monaco häufig am Oberkörper eine um eine Nummer größere Konfektionsgröße als unten. Lange, schlanke Beine, eine meist nur leicht ausgeprägte Taille und ein angenehmes Dekolleté zeichnen diese Figur weiterhin aus.
Stylingimpulse:
- » Balanciere Ober- und Unterkörper aus, indem du die Blicke nach unten lenkst
- » Trage hüfthohe Hosen, Miniröcke mit Mustern, Pailletten oder in Farbe zu schlichten Oberteilen
- » Passend sind auch weite Hosen oder A-Linien-Röcke
- » Bedecke die Schultern, wähle überschnittene Oberteile, um die Schulterpartie sanfter wirken zu lassen
- » Entscheide dich für Tops mit breiten Trägern statt schmalen, um einen optischen Ausgleich zu schaffen
- » Betone dein Dekolleté und trage Kleider mit tiefen V-Ausschnitten oder Wickelblusen, die visuell den Oberkörper strecken
- » Lieber nicht: Verbanne Schulterpolster oder Tops mit Raffungen im Schulterbereich aus deiner Garderobe
► Figurtyp H – die Rechteck-Figur / die Säule
Die sog. Rechteck-Figur mutet androgyn oder ‚boyish‘ an. Kennzeichnend ist, dass Schultern, Oberkörper und Hüfte schmal und annähernd gleich breit sind und dadurch fast eine Linie bilden. Kurven sind nicht das hervorstechende Merkmal des H-Typs. Meist passt für die Oberweite Körbchengröße A. Die Taille ist wenig ausgeprägt, der Po ist klein, Arme und Beine wirken lang und gerade. Diese Silhouette verkörpert das, was allgemein als Model-Body bekannt ist. Die gute Nachricht: H-Figuren wie Keira Knightley können wirklich fast alles tragen.
Stylingimpulse:
- » Definiere durch cleveres Styling Kurven und eine Taille
- » Wähle dazu taillierte Blazer oder Shirts im Empire-Cut
- » Betone mit Minikleidern und Shorts deine Beine
- » Entscheide dich für einen fließenden Jumpsuit und betone mit einem Gürtel deine Taille
- » Trage eine Paperbag-Hose mit dem charakteristischen Bund
- » Bevorzuge feminin fließende Stoffe
- » Setze gezielt Layering ein, um eine strukturierte Silhouette zu kreieren
- » Lieber nicht: Lass formlos gerade Schnitte ohne Taille besser weg
► Figurtyp X – die Sanduhrfigur / Hourglass
Zum X-Typ zählen die Frauen, welche eine besonders schmale Taille bei ausgeprägter Hüfte und Oberweite haben. Schulterpartie und Hüften sind in etwas gleich breit. Durch ihre Form erinnert diese Silhouette an eine Sanduhr. Runde Hüften, runder Po und ein ausladendes Dekolleté – mit diesen Attributen wirkt der X-Typ sehr weiblich und kurvenreich. Berühmtes Beispiel: Scarlett Johansson.
Stylingimpulse:
- » Betone deine Taille, beispielsweise mit einem Bleistiftrock oder hochgeschnittenen Hosen mit schmaler Linienführung an der Hüfte
- » Setze auch beim Layering den Fokus auf die Körpermitte – wie wäre es mit einem Gürtel über dem Cardigan?
- » Wähle taillierte, feminine, figurnahe Schnitte, um deine Figur zu betonen
- » Trage Wickelkleider, die deine Linie nachempfinden
- » Investiere in Materialen mit Stretchanteil, achte darauf, dass sie wertig aussehen
- » Deine No-Gos: kastige Formen, weite Kleidung, Oversized ohne Taillenakzentuierung
► Figurtyp O – die Orangenfigur / der Rundtyp
Die Orangenfigur ist geprägt von einer molligen Körpermitte mit großer Oberweite, Pölsterchen rund um den Bauch, wenig Taille und einer breiteren Hüfte. Arme und Beine sind vergleichsweise schlank. Meist sind die Schultern schmaler als die Taille. Diese insgesamt runderen Formen sind bekannt als die klassische ‚Rubensfigur‘. Rebel Wilson zählte zu diesem Typus.
Stylingimpulse:
- » Strecke den Oberkörper optisch und lege den Fokus auf die Beine
- » Zeige deine schlanken Beine, bspw. mit schmal geschnittenen Hosen oder einem Rock in A-Linie
- » Trage kurze Jacken, die wiederum die Blicke auf deine Beine lenken
- » Wähle Oberteile mit V-Ausschnitten, die nicht nur dein Dekolleté vorteilhaft betonen, sondern auch den Oberkörper strecken
- » Entscheide dich für längere Blusen aus fließenden Stoffen, welche die Körpermitte sanft umspielen
- » Setze Farben gezielt ein: Dunkle Töne oben, strukturierte Muster unten
- » Lieber nicht: Lass hautenge Oberteile oder Tops, die im Bauchbereich stark gemustert sind, weg
Häufige Missverständnisse
» Fünf Figurtypen und Mischformen
Jede von uns ist individuell. Vielleicht findest du dich nicht 100-prozentig in einem Typ wieder, erfüllst nicht alle Merkmale oder entdeckst Überschneidungen zwischen zwei Silhouetten-Formen? Das ist völlig normal, denn es gibt neben den fünf klassischen Figuren auch Mischformen. Suche dir dann einfach aus beiden die Stylings-Tipps heraus, die am besten zu dir passen.
» Figurtyp ≠ Körpergewicht
Wichtig: Der Figurtyp beschreibt die Proportionen des Körpers – nicht die Konfektionsgröße oder das Gewicht. Eine Frau mit einer A-Figur kann schlank oder füllig sein, genauso wie jede andere Silhouette.
» Jeder Figurtyp kann alles tragen!
Styling-Tipps sind nicht als in Stein gemeißelte Regeln zementiert, sondern lediglich als Inspiration gedacht. Sie können helfen, den Blick zu lenken oder bestimmte Akzente zu setzen. An erster Stelle stehen aber immer dein persönlicher Geschmack und dein Wohlbefinden. Denn, wenn du liebst, was du trägst, strahlst du von innen. Mode soll dich und deine Persönlichkeit unterstreichen – und Spaß machen.

Kurzer Selbsttest: Welcher Figurtyp bin ich?
Du bist dir nicht ganz sicher, welchem Typ deine Silhouette entspricht? Mit ein paar einfachen Überlegungen kannst du es für dich herausfinden.
Schneller Spiegeltest zur Selbsteinschätzung – so geht’s:
Nimm dir einen Moment Zeit und stelle dich einfach vor den Spiegel. Beantworte die unten aufgelisteten Fragen. Gleiche deine Antworten mit den Merkmalen der fünf Körpertypen oder unserer Übersicht unten ab. Bitte beachte – es geht dabei nicht um Perfektion, sondern um Tendenzen:
- Wie wirken deine Schultern im Vergleich zu deinen Hüften?
- A: Schmaler als die Hüften
- B: Etwa gleich breit
- C: Breiter als die Hüften
- Wo nimmst du optisch zuerst Volumen wahr?
- A: Hüften und Oberschenkel
- B: Bauchmitte
- C: Oberkörper / Schultern
- D: Gleichmäßig verteilt
- Ist deine Taille klar erkennbar?
- A: Ja, deutlich
- B: Leicht
- C: Kaum
- Wie würdest du deine Gesamtsilhouette beschreiben?
- A: Unten breiter als oben
- B: Ausgeglichen
- C: Oben breiter als unten
- D: Rundlich
- E: Kurvig mit klarer Taille
Auswertung (zur groben Orientierung):
- • Mehrmals A → A-Typ (Birne)
- • Viele B → H- oder X-Typ (Rechteck oder Sanduhr)
- • Viele C → V-Typ (Apfel)
- • Viele Ds → O-Typ (Orange)
- • Mischung aus B und E → X-Typ (Sanduhr)
Deine Proportionen – deine Möglichkeiten
Am Ende zählen dein Stil und dein individueller modischer Ausdruck – kurz: das gute Gefühl, dich selbst zu schätzen und zu mögen. Wenn du deinen eigenen Typ kennst, triffst du Fashion-Entscheidungen bewusster, fühlst dich sicherer dem, was dir steht, und unterstreichst deine persönliche Attraktivität. Feiere deine Einzigartigkeit und setze dich mit den passenden Outfits gekonnt in Szene. Denn wahre Schönheit zeigt sich dort, wo Selbstbewusstsein, Selbstliebe und Individualität zusammenkommen
























