Okt. 28, 2015

Falsches Spiel – Fake Fur

Aktualisiert am 23. November 2017

Fake-FurEchte Pelze gehören in die Steinzeit. Fashionistas lieben heute – mit gutem Gewissen – Fakes. Diesen Winter mehr denn je. Dabei gibt es Kunstpelze schon seit den 50er Jahren. Bis vor wenigen Jahren führten synthetisch hergestellte Felle aber ein absolutes Schattendasein. Aus gutem Grund. Denn die Qualität war noch nicht hochwertig genug, so dass die Looks oft billig aussahen. Das hat sich dank ausgefeilter Herstellungstechniken geändert. Mittlerweile kann man echte von unechten Pelzen oft nicht mehr unterscheiden, so fein ist die Verarbeitung. Das sah auch Stella McCartney so und brachte die Imitate zurück auf die Laufstege. It-Girls wie Alexa Chung oder Poppy Delevigne griffen den Trend auf und holten ihn auf die Straße.

Künstliche Schönheit: Fake Fur ist einer der coolsten Trends der Saison

Die Herstellung ist aufwendig und mit vielen Arbeitsschritten verbunden. Webpelze werden aus Polyester, Polyacryl-Fasern oder Baumwolle angefertigt. Dabei werden die Fasern in ein Grundgewebe eingewebt und verklebt, damit sie nicht wieder ausfallen. Allein das Färben der Haare erfordert teilweise viele Arbeitsschritte. Vor allem dann, wenn die einzelnen Haare zwei- oder dreifarbig sind – meist an den Wurzeln hell und an den Spitzen dunkler.

Täuschend echt

Wenn Kunstpelz sehr gut gemacht ist, kann selbst ein Kürschner auf den ersten Blick keinen Unterschied sehen. Aber es gibt zwei Tricks, wie ihr die Probe auf’s Exempel machen könnt. Einfach einmal hinpusten: Echter Pelz bewegt sich schon bei einem kleinen Luftzug, Kunstpelz dagegen bleibt ungerührt. Wer es ganz genau wissen will, reißt ein paar Fasern aus und zündet sie an. Ihr könnt am Geruch den Unterschied feststellen: Tierhaare riechen wie menschliches Haar nach Horn. Kunstfasern stinken nach Plastik und zerschmelzen außerdem zu einem Klumpen.

Wie es Euch gefellt – Fake Fur Styles

Fake Fur muss farblich nicht unbedingt wie echter Pelz aussehen, sondern spielt 2015 mit der Farbpallette. Besonders angesagt: Zarte Eiscremefarben und Pastelltöne wie Rosé, Zartgelb, Flieder oder Himmelblau. Oft in Kombination mit 60er Retro Schnitten. Damit werden die Jacken noch mehr zum Blickfang und die oberste Stylingregel umso wichtiger: Kombiniert Fake Fur niemals mit Fake Fur. Denn dann wirkt das Outfit schnell überladen. Am Besten macht sich das Trend-Piece mit engen und schmal geschnittenen Kleidern oder Skinny Jeans. So bekommen die plüschigen Jacken genug Raum, um zu wirken. Noch ein Tipp zum Schluss: Fake Fur und Animal Prints in Kombination sind ein No go. Weniger ist mehr.

Wärme, Glamour und leichte Pflege – für alle Felle

Fake Fur ist nicht nur ein herzerwärmender Begleiter an kalten Tagen, sondern bringt ruckzuck die nötige Portion Gamour in jeden Style. Und das – je nach Modell – zu fast allen Gelegenheiten. Dabei ist die Pflege von Fake Fur Jacken problemlos: Jacke einfach in einen Kissenüberzug stecken und mit Wollwaschmittel in der Waschmaschine reinigen. Wer will, bürstet das Fell vorsichtig nach dem Waschen mit einer Haarbürste, danach nur noch trocknen lassen. Wenn ihr mal in den Regen kommt, könnt ihr die Jacke oder den Mantel durch Bürsten wieder auffrischen.

Ihr möchtet noch mehr über den flauschigen Trend erfahren? Dann lest hier in unseren FAKE FUR RATGEBER rein, der den Kunstpelz nochmal genau unter die Lupe nimmt!

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Meine Liebe zu Mode und Kommunikation hat mich zu Ana Alcazar gebracht – als Texterin & Konzepterin in der klassischen Werbung groß geworden, schreibe ich seit über 10 Jahren für unser Münchner Designerlabel. Im Redaktionsteam bin ich für alle Corporate-Themen zuständig, außerdem befasse ich mich hier mit aktuellen Trends & meinem Herzensthema Gleichberechtigung.

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